Aktuell, Amerika, Kolumbien, Panama, Reisetipps & Fazit, Reiseziele, Tipps
Schreibe einen Kommentar

Wie war’s – Unser Kolumbien/Panama-Fazit mit Reisetipps

leichtesgepaeck_reise_blog_panama_kolumbien_fazit_info_tipps_001

Wer uns kennt oder dem Blog schon etwas länger folgt, weiß, dass wir unsere Herzen an Asien verloren haben und NEIN, Asien heisst für uns nicht nur Thailand liebe Leute 😉!

Trotzdem versuchen wir uns immer wieder von neuen Ecken der Welt begeistern zu lassen. Afrika ist es das letzte Jahr mit Tansania und Sansibar deutlich besser gelungen als ein Jahr zuvor GuatemalaBelize und Mexiko.

Diesmal stand mit Kolumbien (3 Wochen) das erste südamerikanische Land auf unserer Reiseliste und mit Panama (3 Wochen) ein weiteres in Mittelamerika.

Route

Mit Salento hätte der Start kaum besser sein können. Freundliche Menschen und wahnsinnig schöne Natur, besonders beim Pferdeausritt. Jan und Lea von reisenzumquadrat.de meinten schon dass Salento die Messlatte für uns ziemlich hoch legen würde. Die zwei müssen es ja wissen, immerhin verbrachten sie über 4 Monate in Ecuador, Peru, Bolivien & Co.
Leider sollten Sie recht behalten.

In Medellin verbrachten wir zwar eine tolle Zeit aber immer mit dem Hintergedanken unser Viertel nach Einbruch der Dunkelheit am besten nicht zu verlassen. In Santa Marta fühlten wir uns im wahrsten Sinne dann schon hinter Gittern, was wahrscheinlich noch am besten für uns war. Erst Cartagenas Altstadt brachte die Schönheit Kolumbiens zurück.

Mit dem Segelboot ging es auf die traumhaft schönen San Blas Inseln bevor wir in Panama Stadt den Kanal Grande bestaunen dürften.

Wir arbeiteten uns mit ein paar entspannten Tagen in Santa Catalina im Westen des Landes über die berühmte Panamericana Richtung Boquete im Hochland kurz vor der Grenze zu Costa Rica vor. Den Abschluss unserer individuellen Rundreise machten dann die Inseln von Bocas del Toro, die Regenzeit bedingt nicht all ihr Trümpfe ausspielen konnten.

leichtesgepaeck_blog_reise_route_kolumbien_panama_tipps_info_map_karte

Lebensgefühl

Es wird so viel vom südamerikanischen Lebensgefühl gesprochen, dass wir uns fragen, was das genau eigentlich ist. Sicher, Zumba wird nicht überall auf dem Vorplatz einer Kirche jedes Wochenende getanzt, aber ist es das?

Das Essen ist es freilich nicht. Falls es nicht zu frittieren ging, wird es überzuckert, was sich im auffälligen Übergewicht der Gesellschaft widerspiegelt.

In Panama ein Lächeln zu bekommen ist fast so schwer, als würde man in der Antarktis versuchen ein Eis zu verkaufen. Wobei das wahrscheinlich ein paar Lacher bei den Einheimischen einbringen würde. So fällt es uns einfach schwer, sich trotz der tollen Landschaft  in Land und Leute zu verlieben.

leichtesgepaeck_reise_blog_suedamerika_kolumbien_cartagena_info_tipps_022

Freiheit!?

Eigentlich wollen und sollten wir Asien mit Südamerika nicht vergleichen, denn beides könnte unterschiedlicher kaum sein. Aber dennoch hinterfragen wir, warum gerade das eine gefällt und das andere eben nicht ganz so.

Was uns auf alle Fälle sehr fehlt, ist das Gefühl von Freiheit. Freiheit beim täglichen Fortbewegen, z.B. mit dem Scooter an den Strand zu fahren oder die Gegend auf eigene Faust zu erkunden und nicht immer auf Touranbieter und Busse angewiesen zu sein.
Wir bevorzugen in einer Unterkunft einzuchecken, in der einem nicht erst einmal erklärt wird welche Viertel man nach Einbruch der Dunkelheit oder am besten gar nicht besuchen sollte. Wo man nicht Nachts auf ein Taxi angewiesen ist, um sicher nach Hause zu kommen und wo man jederzeit mit der Kamera Schnappschüsse machen kann und nicht nur, wenn man sicher ist ein Bild machen zu wollen, nachdem man diese aus der Tasche ausgebuddelt hat.

Vielleicht ist das auch der Grund warum bei uns leider so wenig vom südamerikanischen Lebensgefühl ankommt.

leichtesgepaeck_reise_blog_suedamerika_kolumbien_salento_kaffee_info_tipps_037

Sprache

Hinzu kommt das, warum auch immer, ich mehr Indonesisch sprechen kann, als Spanisch und wir uns nur dank Sandra’s aus dem Französischen abgeleitetem Spanisch durchgeschlagen haben.

Ich finde, dass ich mich in nicht spanisch sprechenden Ländern deutlich besser verständigen kann, da ich das Gefühl habe, beide Seiten versuchen es. So nutzten die Hoteliers in Peking Google Translate sehr erfolgreich, in Thailand gehen Preisverhandlungen mit Taschenrechnern einfach über die Bühne. Ich weiß nicht an was es liegt, aber wenn ich in den letzten 6 Wochen z.B. den Preis nicht verstanden habe und hinzugefügt habe, dass ich kein Spanisch spreche, kam nur weitere drei Mal die wilde Zahlenfolgen in gleicher, unverständlicher Geschwindigkeit zurück, die von mir mit einem fragenden Gesichtsausdruck quittiert wurde den meist keiner interessierte.

Wir glauben am Ende ist es eher eine Typfrage und wir haben schon bei einigen Reisenden, die wir getroffen haben festgestellt, dass man entweder ein Asien- oder Südamerikatyp ist, beides zu sein ist scheinbar schwer.

Wir sind eindeutig ersteres, ein weiteren Abstecher nach Südamerika nicht ausgeschlossen.

Kosten

Mit BudgetYourTrip hatten wir bei den anderen Ländern, außer Indien, bereits gute Erfahrungen gemacht um das Budget zu ermitteln. Während Kolumbien mit dem angegebene Tagesbudget (Durchschnitt zwischen Backpacker und Midrange) von 30€/Tag wieder einmal gut gepasst hat, war Panama mit 40€/Tag schwer zu schaffen. Das wir es trotzdem fast geschafft haben war in erster Linie einer Freifahrt und das weglassen vieler Aktivitäten die wir z.B. in Kolumbien (Reiten, Kaffeetour, …) für einen Bruchteil des Geldes gemacht haben, zu realisieren. Sonst hätten wir wahrscheinlich mit einem Tagesschnitt von über 60€/Tag rechnen müssen was damit sogar höher als der z.B. in Japan liegt.

Panama empfiehlt sich wohl eher als 2-3 Wochen Reise in der es auf das Geld vielleicht nicht so an kommt und man bereit ist für Aktivitäten die geforderten Preise zu bezahlen. Für uns passt das Preis- Leistungsverhältnis einfach nicht. Kolumbien hingegen bietet mit seiner Vielfalt (Hochland, Strände, Aktion, Jungle, Kolonialstadt,…) und einem meist passenden Preis- Leistungsverhältnis für jede Art von Reisenden etwas und ist auf jeden Fall empfehlenswert. Wir sind uns sicher, das in den nächsten Jahren der Tourismus hier weiter deutlich zunehmen wird.

Beides waren weitere spannende Reiseziele auf dem Weg die Welt etwas besser kennenzulernen.

 

Solltest du Fragen oder Anmerkungen zu diesem oder anderen Themen haben, dann freuen wir uns auf deinen Kommentar oder deine Nachricht. Möchtest du keinen Eintrag verpassen, dann trage einfach deine E-Mail Adresse auf unserer Startseite ein. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *