Asien, Japan, Reiseziele
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We love Tokio

18.-20.12.2013 ::

Dank Bruder-Taxi zeitig am Flughafen Frankfurt angekommen, konnte unsere Reise nach Fernost starten.

Die 7.959 km bzw. 10 Stunden vergingen Dank großer Beinfreiheit, angenehmen Boardservice und etwas Schlaf, sprichwörtlich wie im Flug.
Eine erste Auffälligkeit ließ sich schon jetzt festhalten: Mit uns waren lediglich 10 Langnasen an Board, wie uns die Asiaten ja liebevoll nennen.

In Tokio gelandet, ging es erst mal auf Toilette. Da war sie schon, die erste dieser Hammer japanischen Toiletten mit Sitzheizung, Hinten- und Vorn- (nur für die Damen) Spühlstrahl, die wir das erste erstemal in Shanghai bewundern durften. Das sie uns bereits am Flughafen begegnen würde, damit hätte keiner von uns gerechnet. Nach weiteren Tagen „Probe“-Sitzen in unserem Hotelzimmer steht fest, so eine brauchen wir für Zuhause – unbedingt :-)

Der Zeitverschiebung von 8 Std. war es geschuldet, dass wir die ersten Eindrücke von Tokio bei Nacht bekommen haben. Es zeichnete sich allerdings schon bei der Anreise ab, was sich in den kommenden Tagen weiter festigen sollte. Tokio ist keine typisch asiatische Stadt wie Bangkok oder Hongkong, sie hat viel mehr die Sauberheit von Singapore und eine Disziplin wie sie uns in der breiten Masse noch nicht begegnet ist. Hier ein paar Beispiele: Keine bzw. fast keine Mülleimer, trotzdem liegt kein bißchen Müll herum. Graffitti oder wilde Plakatiererei bzw. Aufkleber anbringen: Fehlanzeige. Öffentliche Toiletten sauberer als die meisten bei uns in Bürogebäuden, ganz ohne „Klofrau“ und 50 Cent einwerfen! Zigaretten und Kaugummi auf dem Boden, nicht denkbar und selbst beim Aussteigen in der Metro wird sich an die Regel: erst rauslassen dann einsteigen, gehalten. Jogi Löw wäre über diese höchste Disziplin sehr glücklich :-)

Diese Disziplin lässt dann aber nach ein paar Bier und Reisschnaps nach der Arbeit nach. Als wir gerade dabei waren uns der Herausforderung „wir bestellen mal was zu essen, können aber die Karte nicht lesen“stellten, bemerkten wir einen sehr schnell steigenden Lautstärkepegel der fast ausschließlich männlichen Gäste in dem Laden. Als der erste seinen Kopf nicht mehr halten konnte und zum Schlafen auf den Tisch legte. Beim Versuch wenig später zu gehen, wurde er nur noch durch die Wand und seinen Arbeitskollegen gehalten. Spätestens jetzt war klar, da gab es wohl einen After-Work-Reisschnaps zuviel.
Das Beste an unserem Essen war der Hunger der es hineingetrieben hat und das Bier, mit dem ich es herunterspülen konnte! Das Gute: Am nächsten Tag konnte es nur besser werden.

Nach der ersten Nacht konnten wir nun endlich die Stadt erkunden. Während Sandra noch mit der Heizfunktion der Klimaanlage versuchte die Pinguine aus unserem Zimmer zu treiben, überlegten wir uns die Tagestour. Erst wollten wir etwas Kultur im Sensu-ji Tempel, einem der größten und schönsten buddhistischen Tempel Japans, bevor wir auf dem Rückweg in der „Electric City“ halten wollten, um zum Schluss im Szene-Viertel Shibuya noch auf Shopping-Tour zu gehen. Also von allem etwas.

Noch nicht am Tempel angekommen, fingen uns die ersten Studenten für ihre Hausaufgaben ab und führten mit uns ein Interview. Wenig später, immer noch nicht am Tempel angekommen, eine weitere Grupp. Jetzt gab es neben Interviews immerhin schon etwas zu essen, was wir beurteilen sollten. Wahrscheinlich waren die aus ein und der selben Klasse und standen per SMS in Kontakt. „Achtung zwei Weiße auf 12 Uhr, die könnt ihr befragen, haben wir auch gemacht!“
Irgendwann am Tempel angekommen, beschäftigten wir uns erst mal mit dem „Stifterappeln“ in dem man solange an einer Metall-Box rüttelt, bis ein Stab herausfällt. Der enthält dann ein Zeichen welches zu einer Schublade gehört in dem dann dein „Horoskop“ drauf steht. Bei Sandra passt das wie die Faust aufs Auge („Etwas das du hinter dir gelassen hast, wird nun richtig beendet. Bei der Arbeit ist alles gut und eine Reise zu machen, auch.“. ) Bei mir wirft es noch ein paar Fragen auf.

Auf dem Rückweg machten wir Stopp in der Electric City, was aber nicht elektrisierend war. Irgendwie hatte ich mir da mehr vorgestellt. Aber vielleicht bin ich auch durch HK und Singapore bzw. Bangkok einfach schon verwöhnt. Aber weil es so schön war, dürften wir noch Produkttester fürs japanische Fernsehen machen, ehe wir uns Richtung Shopping in Shibuya aufmachten.

Dort angekommen, wirkte es wie eine völlig andere Stadt und wenn wir ehrlich sind, viel mehr nach dem, was wir erwartet hatten. Jede Menge Leuchtreklame, noch mehr Geschäfte und noch viel mehr Menschen. Ein wildes Treiben stellte sich ein. Besonderes Highlight war der Besuch in einer Spielhölle, da stehen die ja total drauf.
Unser zweites Essen stand auf dem Plan. Erst wollten wir nur unseren Zwischenhunger mit Sushi stillen, als wir wenig später nach der erfolglosen Suche nach einer weiteren Alternative zu gestern wieder in einem Sushiladen gelandet sind. Der Laden war der Hammer! Sandra hat sich gar nicht mehr einbekommen. Zwei Stück Sushi für unter einen Euro und die Bestellung Dank Tablet Computer und Fließband vollautomatisch!!! Das Abendessen war gerettet und es ging zurück ins Hotel.

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