Asien, Reiseziele, Sri Lanka
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Mirissa – Es wird langsam touristischer

17.-20.03.2013

Mal wieder mit dem Bus, sollten wir die Mitteldistanz von ca 50 km mit einmal Umsteigen in 1:45 Std. meistern. Unser Ziel: Mirissa. Von Tangalle langsam wieder Richtung Colombo, sprich die Südküste entlang und dann die Ostküste hoch, wo wir ja irgendwann den Flieger bekommen müssen.

Beim Aufwachen blickten wir noch mal auf den einsamen und unberührten Traumstrand von Tangalle, wahrscheinlich weil wir auch insgeheim wissen, dass er in spätestens 1-2 Jahren nicht mehr so ausschaut!
Zum Mittagessen schauten wir dann am Strand von Mirissa auf eine Menü-Karte die liebevoll ins Deutsche übersetzt wurde, das war quasi unsere Begrüßung!
Woran merkt man dass es touristischer wird? Richtig, wenn es Menü-Karten in fast jeder Landessprache gibt. Im Stefan Loose Reiseführer steht geschrieben, dass je weiter westlich man Richtung Colombo kommt, die Anzahl der Touristen deutlich steigt. Das der Anstieg aber so deutlich ist, hätten wir nicht gedacht. Steht nämlich direkt darunter, dass Mirissa ein kleines verschlafenes Fischerdorf ist, welches Backpacker für sich entdeckt haben als sie von den noch weiter westlichen Stränden durch Massen an Pauschaltouristen verdrängt wurden oder schlicht weg geflohen sind.
Auf uns machte es hier den Anschein dass wir gerade den Wechsel zwischen Backpacker und Pauschaltouristen auch hier erleben und die Backpacker sich den nächsten Strand suchen müssen, bis sie in Tangalle irgendwann ankommen! Da wiederholt sich dann das Spiel und alle Traumstrände sind mit Hotels und Anlangen zugepflastert. Ich stelle mir die Frage, warum ist das so bzw. warum ticken wir so!? „Da schau ein Paradies, schnell zubauen mit Hotels und Anlagen!“ damit alle und somit keiner davon was hat!

Der Publikumsmix wirkt auf uns fast schon grotesk. Viele Familien mit kleinen Kindern, Hängengebliebene, viele Russen in ihrer vollen Pracht, ein paar Backpacker deren Reiseführer veraltet scheint – wie unserer – und eben Pauschalies. Alles in allem ein sehr bunter Mix, der nicht recht zusammen zu passen scheint.

Unsere Erfahrung der letzten Reisen zeigt uns aber auch, dass immer noch ein Rest Ursprünglichkeit und Einsamkeit zu finden ist, wenn man sich die Mühe macht und danach sucht. So auch in diesem Fall. Somit haben wir eine kleine Lagune gefunden die unseren Vorstellungen entspricht und ein lokales Restaurant wo wir uns heimisch fühlen. Man muss es sich nur schön machen.

Was man sich allerdings nicht schön machen kann, denn dafür ist sie viel zu laut, ist die Rennstrecke A2 – die Strasse, die durch den Ort führt. Obwohl Ortschaft, fliegen hier die Busse, Autos und LKWs mit mindestens 80 Sachen durch den Ort und wenn die Busse sich nicht gerade riskante Überholmanöver und Rennen mit Tuk-Tuks oder Scootern liefern, überholen sie laut hupend alles, was im Weg steht bzw. langsamer als 80 fährt! Echt nervig!

Heue, am letzten Tag in Mirissa stand die Wal-Tour auf dem Programm. Mal wieder früh morgens, das meint vor 6 Uhr, klingelte der Wecker. Durch den Yala NP wissen wir ja schon dass es sich lohnt.
Frei nach dem Motto: „Die letzten werden die ersten sein“ legten wir mit als letztes von 10 Booten (das erste war schon fast eine Stunde auf See) ab, um bei der ersten Walrücken-Sichtung dann doch am Nähsten dran zu sein. Von nun an „jagten“ alle 10 Boote bzw. Touranbieter dem vermutlichen Tauchverlauf des ca 35m langen Kolosses nach. Der Blauwal zeigte sich zunächst recht scheu, hatte dann aber bei knapp 36 Grad mit uns ein Einsehen und posierte zum Schluss gerade zu für die Kameras und die Beobachter. Mit Christin und Michael aus Nürnberg hatten wir dann auf dem Rückweg viel auszutauschen und daher war die Fahrt trotz Hitze eher kurzweilig.
Check! Nun haben wir zu dem größten lebenden Säugetier zu Land, den Elefanten, auch das größten im Wasser, den Blauwal und als Zugabe auch noch einen Pottwal, sehen dürfen.

Zurück am Beach, stellten wir fest dass es angenehm leer geworden ist, so macht es den Strand deutlich sympathischer, aber was bleibt ist die nervende Strasse – deswegen geht die Reise für uns morgen weiter.

Memo an uns selbst: keine Massagen mehr auf Sri Lanka. Hatte Sandra gestern eine unfreiwillig fast schon erotische Massage bekommen, ging die Sache bei Christin und Michael deutlich weiter, was im Umkehrschluss bedeutet, dass Sandras Erfahrung kein Ausrutscher war.

PS: Wiesbadener bzw. Mainzer haben sich auch schon an der Außenwand unseres Local Food-Dealers verewigt :-)

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