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Nein Mann, ich will noch nicht gehen – Letzte Station Bangkok

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09.-14.03.2017

Nach einer tollen und entspannten Woche auf Koh Lanta, wollten wir uns mal wieder dem pulsierenden Bangkok hingeben. Ein Wiedersehen mit alten Bekannten und jede Menge „letzte Male“ standen auf dem Programm, bevor wir ein letztes Mal den Flieger besteigen.

Dass der neue Flughafen von Krabi für ein viel kleineres Volumen an Touristen ausgelegt ist, hatten wir schon letztes Mal festgestellt. Leider ist es nicht besser geworden. Da auch der Flieger wie vor einem Jahr Verspätung hatte, kam es uns vor, wie ein Déjà-vu.

In Bangkok endlich angekommen, ging es mit dem Taxi in den Norden der Stadt nach Nonthaburi, wo wir ein Wiedersehen mit der Familie Lingenfelder gefeiert haben. Thomas, Sabine und die Kids Max und Laurenz warteten bereits auf unsere Ankunft und selbst Samy, der Hund war aus dem Häuschen, was er aber scheinbar bei jedem Besucher ist. Ist halt ein freundlicher Hund :-)

Der ehemalige Arbeitskollege von Sandra ist mit seiner Familie für 3 Jahre ausgewandert und die Familie ist mittlerweile vom Stadtkern, wo wir das letzte Mal bei ihnen wohnten, näher an die Internationale Schule der Kinder gezogen. In ein dafür nochmal größeres und gemütlicheres Haus.

Miniplayback-Show

Am nächsten Morgen stand für uns erst mal Shoppen auf dem Programm. San benötigte dringend Business Klamotten für ihre Vorstellungsgespräche die u.a. unmittelbar nach unserer Ankunft auf dem Programm stehen. So tingelten wir einen Nachmittag durch die gigantisch großen Malls auf der Sukhumvit, bis unsere Beine schwer wurden. Aber es hat sich gelohnt. Es war ein wenig wie in der Mini-Playback-Show, denn nach einem Jahr in kurzen Hosen und Sommershirts, stand sie vor mir in ihrem Business Outfit und ich musste echt zwei mal hinschauen, um meine Frau wiederzuerkennen.

Gibt es nicht

Sandras Geburtstag hat mit einem tollen Frühstück begonnen. Gut gestärkt ging es auf den Chatuchak Markt, von dem wir schon so viel gehört hatten, aber es bei all unseren Besuchen in der Stadt noch nie hingeschafft haben. Was, wie wir festgestellt haben, echt ein Fehler war. Der Markt überdeckt eine Fläche von 1,13 Quadratkilometer (!), die von mehr als 10.000 Ständen und kleinen Ladengeschäften genutzt wird. Täglich kommen schätzungsweise zwischen 200.000 und 300.000 Besucher, wobei die meisten Stände und Läden NUR samstags und sonntags geöffnet haben. Den Markt erreicht man am besten mit der BTS Station Mo Chit.

Neben Kleidung, Nahrungsmitteln, Haushaltsgegenständen und Möbeln, Antiquitäten und antiquarischen Büchern und thailändischem Kunsthandwerk, ist die Sektion für lebende Tiere ein „Highlight“. Geht nicht, gibt’s nicht! Man bekommt Tiere feilgeboten, die man noch nie in seinem Leben gesehen hat. Kaum haben sie erst in der letzten Nacht das Licht der Welt gesehen, schon stehen sie dort zum Verkauf. Statt „vom Aussterben bedroht“, steht ein „No Photo“-Schild an den meist viel zu kleinen Käfigen. Wir wunderten uns, dass aber gerade die vielen kleine Fische in Plastiktüten regen Absatz fanden.

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In der naheliegenden JJ Mall, bekam ich dann noch mein Geburtstagsgeschenk, denn wir fanden einiges von dem Kaffee-Zubereitungsequipment, welches schon länger auf meiner virtuellen Shoppingliste stand. Jippy. Edo, der Kaffee-Workshopleiter und Indonesien AeroPress-Coffee-Champion wäre stolz auf uns.

Wieder zurück wartete eine Überraschung auf Sandra: Ein Erdbeer-Schoko-Geburtstagskuchen von Sabine gebacken, den wir beim gemütlichen Kaffee gemeinsam genossen.

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Über den Dächern der Stadt

Am frühen Abend machten wir uns dann zusammen mit Thomas und seiner Familie auf den Weg in die Stadt. Sandras großer Wunsch war es, an ihrem Geburtstag über den Dächern der Stadt einen Cocktail zu schlürfen. Ihr Wunsch war uns Befehl, so machten wir uns alle chic und auf den Weg zur Octavia Rooftop Lounge im Marriott Hotel. Boah, was eine Aussicht! Wir planten so, dass wir gerade kurz vor dem Sonnenuntergang ankommen sollten, glücklicherweise überschnitt sich das mit der Happy Hour. Jippy.

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Eingesperrt

Dann ging es anschließend mit der Metro bis zur bekannten MBK Shopping-Mall, wo in der obersten Etage der Escape Room auf uns wartete, den Sandra bereits gebucht hatte (auch ein Wunsch). So ließen wir uns für 45 Minuten in ein Zimmer einsperren und mussten gemeinsam einige kniffelige Aufgaben lösen, um den Schlüssel für die Ausgangstür zu finden. Was ein Spaß! Irgendwie hingen alle Gegenstände in dem Raum zusammen, aber man wusste nicht genau wie. Jeder ging in seiner Rolle als neuer Sherlock Holmes bzw. San als Miss Marple voll auf und so hatten wir jede Menge Spaß beim Lösen der Aufgaben. Kurz vor knapp hatte Thomas dann für unser letztes Rätsel die passende Eingebung, aber es war bereits zu spät, wir konnten den Tresor mit dem Schlüssel leider nicht rechtzeitig knacken.

Nach einem ereignisreichen Geburtstag ging es nach Hause, um kurze Zeit später auf Thomas Geburtstag anzustoßen. Er wünschte sich für seinen Ehrentag (12.03.) einen Ausflug ins Umland von Bangkok mit seiner Familie und uns.

Tagesausflug

Ein weiteres tolles Frühstück stand auf dem Programm und beim Happy Birthday singen für Thomas stimmte sogar Samy, der Hund eindrucksvoll mit ein.

Anschließend sattelten wir die Pferde bzw. war Sachen packen angesagt. Für die letzten zwei Nächte wollten wir noch mal in das City Center ziehen, um unsere Reise gebührend in einem exklusiven Hotel mit Rooftop-Pool ausklingen zu lassen. Schade eigentlich, denn bei unserer sympathischen Gastfamilie fühlten wir uns wie beim letzten Mal schon pudelwohl. So ist uns die Familie inkl. Samy, die wir vor einem Jahr noch nicht mal kannten, auch dank ihrer unkomplizierten Art sehr ans Herz gewachsen.

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Nach gut einer Stunde Fahrt haben wir unser Ziel, die Ancient City (Mueang Boran) im Süden von Bangkok erreicht. Ancient City bedeutet in Deutsch so viel wie „die alte Stadt“ und ist laut eigenen Angaben das größte Freilichtmuseum der Welt. In dem Freilichtmuseum warten neben  thailändischer Architektur und Kultur, auch Kunst und ein Golf Cart! Zur Feier des Tages ließ Thomas sich chauffieren und mir das Steuer, was ein Spaß. Ich bin in den letzten zwölf Monaten Roller in vielen Ländern gefahren, Autos auf mehreren Kontinenten, Boote, SUP und und und… Nun gesellt sich auch noch ein Golf Cart dazu! Mega!

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Luxus

Abends bezogen wir dann unser letztes Hotel der Reise. Wo haben wir nicht überall geschlafen in den letzten zwölf Monaten, in KL am Flughafen auf dem Boden, in Zimmern wo es reingeregnet hat (Jaisalmer/Indien) oder in einem ganzen Hotel nur für uns (Manado/Indonesien), aber mit dem Arte Hotel in Bangkok konnte es keins aufnehmen. Unser Zimmer war so groß, dass wir überlegten darin eine CrossFit Session zu machen und der Infinity Pool machte es einem schwer, überhaupt einen Fuß vor das Hotel setzen zu wollen.

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Schwitzen mit Aussicht

Eine letzte CrossFit Einheit für unsere CrossFit Around the World-Tour stand auf dem Programm, und was für eine. Über den Dächern der Stadt, umgeben von Hochhäusern, wartete  die wohl luftigste Box auf meinem Besuch. Da die Box auf der Höhe der Metro Station Asok liegt, fühlt man sich ein wenig beobachtet, während man ganz schön ins Schwitzen kommt. Bei 34 Grad trockener Hitze kam ich schon ins Schwitzen bevor das Training überhaupt begonnen hatte. So absolvierte ich beim traumhaften Sonnenuntergang und umgeben von riesigen Videowänden der umliegenden Hotels und Shopping-Malls die letzte Einheit. Was ein Abschluss.

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Letztes Mal

Dank dem Besuch bei der Familie Lingenfelder bekamen wir auch dieses Mal (wie schon beim letzten Besuch in Bangkok)  einen anderen Einblick in die Stadt, bevor ein letztes Mal packen auf dem Programm stand. Waren wir vor ein paar Monaten mal etwas genervt von dem immer wieder Sachen packen, würden wir jetzt alles dafür geben, um weiter reisen zu dürften. So verbrachten wir den letzten Tag mit jeder Menge letzten Malen: ein letztes Thai-Curry an einer der Garküchen, ein letzter Sticky-Rice mit Mango, eine letzte Kokosnuss am Straßeneck, … bevor wir in den Flieger steigen, der uns zurück ins kalte Deutschland bringt.

So singen wir wohl die nächsten Stunden im Kopf den Song von Laserkraft 3D: „Nein Mann, ich will noch nicht gehen

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Mal Danke sagen

Wir bedanken uns bei über 10.000 (!) Lesern aus mehr als 80 Ländern (Google 
Translate macht es möglich), die uns und unsere Abenteuer im vergangenen Jahr 
verfolgt haben und bei all jenen, die uns einen Kommentar hinterlassen haben.
Wir bedanken uns bei unseren Familien, die zuhause an der Front die Stellung  gehalten haben. Ohne ihre Unterstützung wäre das Projekt "Weltreise"
so nicht möglich gewesen. 

Wir bedanken uns auch bei all den tollen Menschen, die wir in dem Jahr kennen-
gelernt oder wiedergetroffen haben und uns u.a. beherbergt, bzw. sich
Zeit genommen haben, uns ihr Leben zu zeigen. 

Danke! 
 

Lest beim nächsten Mal unser Fazit von 360 Tagen Sommer. Neue Bilder von Bangkok sind auch online.

Impressionen :: Thailand

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5 Kommentare

  1. Jutta sagt

    Liebe SaMaPas, ist es nicht unglaublich was Ihr alles erlebt habt ! Wir freuen uns für Euch, weil wir nach all den Jahren immer noch von den Eindrücken unserer Weltreise zehren … das kann Euch einfach keiner mehr nehmen….Wir freuen uns schon auf einen Abend mit Euch ! Übrigens, der Frühling steht vor der Tür (als klitzekleinen Trost)
    XOXO von JuRobs

  2. Serap sagt

    Oh nein, ET soll noch nicht nach Hause telefonieren!! Bleibt noch ein bisschen und stillt weiterhin unsere Sehnsucht nach Freiheit! Denn, mit euch, müssen auch wir Leser wohl oder übel wieder ankommen 😉

  3. Jacqui & Thorsten sagt

    Hallo Sandra, hallo Marco,
    wir wünschen euch stets ein Lächeln ins Gesicht, wenn ihr an eure Wahnsinns-Reise zurück denkt und einen guten Neustart nach eurer Rückkehr! Alles Gute euch!
    Jacqueline & Thorsten

  4. Melissa Richter sagt

    Sehr schade, Sandra, wir haben uns in Bangkok knapp verpasst! Wir waren dort von 06. bis 11. März! 😉 Welcome back to Germany!

    LG,
    Melissa

  5. Hallo!
    Wir haben zu danken, dass Ihr uns auf Euren Reisen teilhaben lasst und vor allem immer interessante Artikel mit wunderschönen Fotos veröffentlicht. Ich finde es immer sehr krass, wenn man nach dem entspannten Inselhopping wieder in das pulsierende Leben der Metropole Bankok zurückkommt. Die vielen Leute, der Lärm und die tausend Eindrücke, die auf einen niederprasseln, daran muss man sich erst wieder gewöhnen. Trotzdem freue ich mich jedes Mal wieder zurückkehren zu dürfen in diese aufregende Welt.

    Liebe Grüße,
    Alexandra

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